Samstag, 30. 09.2017 - 14 Uhr

Erlebnisführung:
Vergessene Vielfalt und kulinarisches Kleinod

Ort: Streuobstwiesen

Sondereintrittspreis

Wir laden Sie ein, zur Erntezeit mit der Obstbaumwartin, der Fachfrau rund um das Thema Streuobst, die Streuobstwiese des Brückekopf-Parks zu entdecken.

Mehr als 60 unterschiedliche Obstbäume bieten im Park ihre Kostbarkeiten dar.

Termine

 
Samstag, 30. September 2017 14.00 Uhr
Samstag, 14. Oktober 2017 14.00 Uhr

Referentin: Gertraut Schöpe

2 Std. Führung - im Anschluss kulinarischer Teil

Apfelkuchen nach alter Überlieferung im „Café Parktreff“

Gruppengröße: min. 10 Personen - max. 20 Personen

Preis pro Person: 17,50 €
inkl. Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen

Buchung Erlebnisführungen

 

In der Streuobstwiese unterwegs

Naturschätze und Gaumenfreuden

Wir laden Sie ein, zur Erntezeit mit der Obstbaumwartin, der Fachfrau rund um das Thema Streuobst, die Streuobstwiese des Parks zu entdecken. Mehr als 60 verschiedene Obstbäume bieten hier ihre Kostbarkeiten dar. Sie dürfen alte Apfel- und Birnensorten verkosten und lernen, welche lokalen Besonderheiten hier im Park wachsen. Ausführlich wird auf die unterschiedlichen Apfelsorten und ihre Besonderheiten eingegangen, die sich in Form, Farbe und Geschmack deutlich von den im Supermarkt angebotenen unterscheiden. Sie erfahren, welche Schätze die alten Streuobstbestände in Deutschland bergen, welche Bedeutung sie heute für uns haben und auf welche Geschichte sie zurückblicken. Abschließend haben Sie die Möglichkeit, ganz besondere kulinarische Gaumenfreuden zu verkosten: Aus alten Überlieferungen sind Obstrezepte erhalten, die nur mit den alten, regionalen Sorten gelingen. Exklusiv für die Gäste unserer Führung lassen wir diese nachbacken.

Die Streuobstwiese des Brückenkopf-Parks

Im Rahmen der Landesgartenschau 1998 wurde die Streuobstwiese des Brückenkopf-Parks angelegt.

Inzwischen sind die Bäume der Streuobstwiese groß, tragen Früchte und es hat sich eine Vielfalt aus Blumen, Gräsern und Kräutern als natürlicher Unterbewuchs angesiedelt, die Nahrungsquelle für die verschiedensten Insekten und Tiere ist. Ehemalige Heckenstreifen aus Wildgehölzen umgeben und gliedern die Obstwiese. Längst haben sich auch hier viele heimische Sträucher zwischengesetzt und bieten unzähligen, teils seltenen Tieren einen Lebensraum.

Im Herbst leuchten die unterschiedlich geformten und gefärbten Früchte längst vergessener Obstsorten aus dem Grün der Blätter und bieten eine Fülle von Geschmacksrichtungen und Duftkompositionen. So finden sich hier alte Apfelsorten wie der Rote Trierer Weinapfel, die Rote Sternrenette, der Danziger Kantapfel, der Luxemburger Triumph, die Goldrenette aus Blenheim und viele andere mehr.

Die mehr als 60 verschiedenen Obstbäume sind nummeriert. Anhand der beiliegenden Karte können Sie sich die Bäume erschließen.

Streuobstwiesen – wertvoll für Mensch und Tier

Streuobstwiesen sind vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften, eine Form des Anbaus, die auf Mehrfachnutzung angelegt ist. Die hochstämmigen Bäume, die „verstreut“ in der Landschaft stehen, tragen unterschiedliches Obst wie Äpfle, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Walnüsse. Streuobstbestände werden vielerorts auch noch beweidet.

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft. Für den Menschen haben blühende Obstwiesen und Bäume voller Früchte einen ganz besonderen Reiz und tragen zur Erholung bei. Viele - heute zum Teil in ihrem Bestand gefährdete – Tier- und Pflanzenarten haben sich angesiedelt.

Streuobstwiesen werden heute – ähnlich der Heide – als wertvolle Kulturlandschaft wahrgenommen, die es zu erhalten gilt. Dennoch: Nur wenn das Wissen um die Bedeutung und Pflege dieser wertvollen Biotope den nächsten Generationen erhalten bleibt, hat die Streuobstwiese in Zukunft eine reale Chance.